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01/2017

AFRIKAS Fluglinie Nummer eins Tewolde Gebremariam, CEO der rasant wachsenden Ethiopian Airlines, im Gespräch mit Hofmanns AiRzählungen über die schnellst wachsende Fluglinie Afrikas und warum die Flotte etwa viel jünger ist als zum Beispiel jene der Austrian Airlines. Gegenwärtig fliegt Ethiopian Airlines von Addis Abeba auch nach Wien. Wie läuft die Österreich Verbindung? Tewolde Gebremariam: Wien galt als eine jener neuen Destinationen in Europa, welche von Beginn an sich rasch etabliert haben. Aber allein Ende März haben wir drei neue Destinationen eröffnet. Victoria Falls, Antanarivo und Oslo. Im Februar kam Conakry dazu und im Laufe das Jahres folgen noch Chengdu, Singapur und Jakarta. Allein nach China fliegen wir von Äthiopien viermal am Tag. Mit dem rasanten Ausbau kommt aber die Infrastruktur am Flughafen Addis Abeba kaum mit. Wie können sie einen qualitativen Umsteigeverkehr anbieten? Am Addis Ababa Bole International Airport versuchen wir den Terminal weiter zu verbessern. Am Vorfeld entstehen zusätzliche Parkpositionen. Zudem haben wir einen neuen Hangar für unsere Großraumflugzeuge nahezu fertig gestellt welcher gleichzeitig zum Beispiel zwei Beoing 747-8 beherbergen kann. Neben einem neuen Cargo-Zentrum wird unser Simulatorzentrum der eigenen Akademie erweitert für unsere Piloten- ausbildung. Im Moment haben wir Simulatoren für Boeing 787, 777, 757, 767, 737 und Dash 8Q400. Weiters kommt hinzu ein Airbus A350 Simulator und für die Boeing 737MAX. Wie schwierig ist es in Afrika eine Fluglinie zu führen? Afrika ist ein anspruchsvoller Markt für Fluglinien. Es ist ein schwieriges Marktumfeld mit verkehrsrechtlichen Beschränkungen, aber auch Defiziten in Infrastruktur, sowie viel höhere Jet-Fuel-Preise als im Rest der Welt. Gegenwärtig ist auch die Wirtschaft in manchen Regionen unseres Kontinents herausfordernd, etwa in jenen Ländern welche Öl produzieren wie Angola. Aber wir profitieren auch von den fehlenden Verkehrswegen am Boden. Die Menschen müssen fliegen bei diesen großen Entfernungen. Eigentlich ist es kaum zu glauben: Eines der ärmsten Länder der Welt besitzt eine der modernsten Fluglinien... Aber nicht nur jetzt in der Gegenwart, etwa mit Boeing 787 Dreamliner oder unseren Boeing 777-300ERs, zudem sind wir die erste Fluglinie Afrikas welche den Airbus A350 einsetzt. Auch in den frühen 60er Jahren war Ethiopian Airlines eine der ersten Fluggesellschaften überhaupt, welche ein Drehkreuz, einen sogenann- ten Hub, einrichtete. Außerdem fliegen wir nicht nur von Addis Abeba nach Europa oder innerhalb Afrikas, sondern auch unter anderem nach Sao Paolo, Los Angeles, Tokyo, New York, Shanghai, Toronto, Hong Kong nach Guangzhou und zu viele anderen Zielen. Wir sind eine globale Fluglinie. Allein zwischen Juni 2016 und Juni 2017 übernehmen wir zwölf neue Flug- zeuge. Unsere Flotte hat ein viel geringeres Durchschnittsalter als manche europäische Airline (wie etwa Austrian Airlines, Anm.) Wie geht es weiter? Wir haben uns natürlich sehr hohe Ziele gesetzt und die wollen wir übertreffen. Steigende Umsätze, die Aufrechterhaltung der Rentabilität und natürlich exzellenter Service. Ethiopian hat sich mit ihrem Plan Vision 2025 jenes Ziel gesetzt, nämlich bis zu diesem Jahr als Luftfahrtkonzern mit sieben Geschäftseinheiten strategisch gut aufgestellt zu sein. Als internationale Fluggesellschaft, als regionale Fluggesellschaft und auch in den Bereichen Fracht, Wartung, Aviation Academy, Catering und Boden- dienste. Zusammen sollen diese Einheiten bis 2025 einen Umsatz von zehn Milliarden US Dollar generieren. www.urlaubswelt.at · 07662 / 2345-0 3

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