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| 13 reisemagazin.com Ausgabe April 2010
die stadt
der Bäder
BUdapeSt iSt die an
thermalWaSSern reiChSte
haUptStadt der Welt.
Aus über 123 heißen Quellen fließt täglich
mineralstoffreiches Wasser in Budapests
Thermalbäder, von denen zehn
Heilbäder sind. Viele dieser Bäder sind
wahre Tempel der Wasserlust und zugleich
Bauten von beträchtlichem historischem
wie architektonischem Rang.
Schon im 2. Jahrhundert n. Chr. gab es
im damals römischen Aquincum, dem
heutigen Budapest, vierzehn Thermen.
Die ausgeprägte Badekultur ging zwar
mit dem Niedergang des Römischen
Reichs allmählich wieder verloren, wurde
aber mit der Besetzung durch die
Türken während des 16. und 17. Jahrhunderts
neu begründet.
Als Höhepunkt der Badekultur gilt das
Ende des 19. Jahrhunderts, als Bäder
wie das Gellért-Bad, das wohl berühmteste
Budapests, oder das Széchényi-Bad,
bis heute eines der größten Ba-
dekomplexe Europas, als monumentale
Repräsentativbauten errichtet wurden.
Bis heute sind die Thermalbäder wichtige
soziale Treffpunkte für die Bewohner
der Stadt. Das regelmäßige Bad
ersetzt oft den Kneipen- oder Café-
Besuch. Hier trifft man sich mit Freunden
und Bekannten zum Beispiel auch gerne
auf eine Partie Schach.
die liSte der WellneSSanWendUnGen
iSt eBen-
So aBWeChSlUnGSreiCh
Wie WirKUnGSvoll.
Im Heilbad Gellért werden die Badegäste
zum Beispiel mit einer Lavastein-
Masssage behandelt oder sie dürfen
sich beim Wasser-Shiatsu entspannen.
Im Rudas-Bad werden verschiedene
Heilwässer zur Linderung von Magenschmerzen,
gesunden Blutdruck und
zum Schutz vor Rheuma angeboten.